Zunächst ist zu erwähnen, dass es sich bei der Bezeichnung "Rheuma" um den Oberbegriff für die sogenannten "Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises" handelt. Darunter werden Erkrankungen wie die Arthrose, die chronische Arthritis sowie beispielsweise auch die Gicht zusammengefasst.
Wie Wissenschaftler herausfanden, sind Rheumafaktoren meist Antikörper des eigenen Immunsystems, die sich fälschlicherweise gegen körpereigene Stoffe richten. Der Rheumafaktor wird deshalb auch Autoantikörper genannt.
Unter chronischer Polyarthritis (cP) versteht man entzündliches Gelenkrheuma aus dem Umfeld der Autoimmunerkrankungen. Die chronische Polyarthritis kann vielerlei Gelenke befallen, was die Gelenke immer mehr entzündet und zerstört.
Chronische Polyarthritis kann Ihren Ursprung in einer Fehlsteuerung des Immunsystems haben. Bestimmte Mechanismen des eigenen Immunsystems bewirken u.a. die Zerstörung des Gelenkknorpels, was auch in meinem Fall zu massiven Schmerzen führte. Außerdem kommt es, wie bei mir auch, zur Bildung von Antikörpern, von denen die so genannten Rheumafaktoren die bekanntesten sind.
Arthrose und Rheumatische Beschwerden: Was ist der Unterschied?
Weil ihre Namen ähnlich klingen und beide die Gelenke betreffen, werden Arthrose und Rheumatoide Arthritis (RA) häufig verwechselt. Tatsächlich handelt es sich um völlig unterschiedliche Krankheiten. Die RA – auch als Gelenkrheuma oder Rheuma bezeichnet – ist eine Störung des Immunsystems, die neben einer Entzündung der Gelenke mit allgemeiner Schwäche, Ermüdung, Fieber, Anämie und anderen Problemen einhergehen kann. Bei der RA besteht eine chronische, d.h. langsam fortschreitende Entzündung der Gelenkinnenhaut. Der wesentliche Unterschied: bei RA ist die Entzündung Ursache, aber bei Arthrose ist sie die Folge der Knorpel- und Gelenkzerstörung. Der Name „Rheuma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „das Fließende“. Hiermit wird ein fließender oder wandernder, daher schwer lokalisierbarer Schmerz beschrieben.
Tabelle: Symptomatik und Ursache von Arthrose und Rheumatoider Arthritis im Vergleich
Arthrose |
Rheumatoide Arthritis |
• beginnt in der Regel nach dem 40. Lebensjahr |
• tritt zwischen dem 25. – 50. Lebensjahr auf, kann auch schon Kinder betreffen |
• entwickelt sich schleichend über mehrere Jahre hinweg |
• akute Symptomatik, die auch vorübergehend rasch verschwinden kann (Rheumaschübe) |
• Entzündung (Rötung, Schwellung, Hitze) der Gelenke untypisch |
• Entzündung (Rötung, Schwellung, Hitze) der Gelenke immer vorhanden |
• betrifft vorwiegend Knie-, Hüft-, Fuß- und Wirbelgelenke, selten Knöchel, Hand-, Ellenbogen- und Schultergelenke |
• betrifft viele Gelenke gleichzeitig, v.a. Mittel- und Grundgelenke der Finger, häufig symmetrisch |
• ohne allgemeines Krankheitsgefühl |
• oft allgemeines Krankheitsgefühl und Erschöpfung, Fieber und Gewichtsverlust; von der Entzündung können auch andere Organe betroffen sein (Lunge, Herz, Augen, Haut, Speichel- und Tränendrüsen) |
Ursache: Gelenkverschleiß |
Ursache: Störung des Immunsystems |
Bei Rheumatoider Arthritis sind viele Gelenke gleichzeitig betroffen, vor allem die Mittel- und Grundgelenke der Finger schwellen an und bilden knotenförmige Verdickungen. Später sind auch die Zehengelenke betroffen. Die Schwellungen sind zum Teil so massiv, dass die Finger- und Zehenknöchel nicht mehr zu erkennen sind. Die großen Gelenke, wie Hüft-, Knie- und Schultergelenk sind in der Regel erst bei längerem Krankheitsverlauf betroffen. Bei der Arthrose sind dagegen vorwiegend Knie- und Hüftgelenke und vorwiegend ein oder zwei Gelenke – ganz selten mehrere- verändert.